Ein Croissant, kann ein Stück Geborgenheit geben
Es sind nicht die großen Dinge, die uns dieses Gefühl von Geborgenheit schenken. Manchmal ist es einfach ein Croissant. So eines, das noch leicht warm ist. Außen knusprig, innen weich, und wenn man es auseinanderbricht, rieseln ein paar Krümel auf den Teller oder natürlich direkt auf den Tisch.
Ich habe neulich genau so eines gegessen, ganz ohne Eile, einfach nur da gesessen, mit einer Tasse Tee in der Hand. Und plötzlich war da dieses Gefühl. Ruhe. Wärme. Ein kleines Stück „alles ist gut“. Vielleicht liegt es gar nicht nur am Geschmack. Sondern an dem, was wir damit verbinden. Ein langsamer Morgen. Ein kurzer Moment nur für uns. Kein Müssen, kein Sollen. Einfach nur sein. Ich glaube, genau darin steckt diese Geborgenheit. Nicht im Croissant selbst, sondern in dem Raum, den wir uns damit schenken.
Ein Croissant zwingt uns fast dazu, langsamer zu werden. Es lässt sich nicht hastig nebenbei essen, ohne dass man etwas verpasst. Diese zarten Schichten, die buttrige Wärme, das ist nichts für Eile. Und vielleicht ist genau das die leise Erinnerung darin: Dass wir uns solche Momente viel öfter erlauben dürfen. Einfach mal sitzen bleiben. Den Kaffee nicht sofort nachgießen. Die Krümel nicht direkt wegwischen. Weil genau dort, zwischen einem Bissen und dem nächsten, dieses Gefühl entsteht, nach dem wir uns so oft sehnen. Geborgenheit muss nicht groß sein. Manchmal passt sie in ein warmes Croissant.
