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Kräuterseitlinge wie pulled Pork

Manchmal entsteht aus Neugier etwas richtig Gutes. An einem Abend habe ich diese Pilze einfach auseinandergezupft, gewürzt und plötzlich war da dieses warme, herzhafte Gericht, das ganz ohne Aufwand zufrieden macht.

Zutaten:

  • 450 g Kräuterseitlinge
  • 6 Knoblauchzehen
  • 5 EL Olivenöl
  • 5 EL Sojasauce
  • 3 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 3 TL Balsamicoessig
  • 3 TL Ahornsirup
  • 1 EL Ketchup
  • ½ TL Kreuzkümmel

Zupfe die Kräuterseitlinge mit einer Gabel in feine Streifen. Schneide den Knoblauch klein. Rühre in einer Schüssel Olivenöl, Sojasauce, Paprikapulver, Balsamico, Ahornsirup, Ketchup und Kreuzkümmel zu einer Sauce zusammen. Gib die Pilze und den Knoblauch dazu und vermische alles gut. Die gezupften Pilze landen in einer Schüssel, werden mit allem vermengt, was gerade da ist, und dürfen kurz ziehen. Zehn Minuten reichen. Währenddessen heizt der Ofen vor, und in der Küche breitet sich dieses leise Gefühl aus, dass gleich etwas entsteht, ohne viel Zutun.

Die Kräuterseitlinge kommen auf ein Blech mit Backpapier, locker verteilt, nicht ordentlich ausgerichtet. Im Ofen werden sie langsam weich, an den Rändern knusprig, dazwischen saftig. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden, ein bisschen Bewegung, dann zurück in die Hitze. Der Duft wird tiefer, runder, fast tröstlich. Wenn sie aus dem Ofen kommen, sind sie genau richtig. Nicht perfekt gleichmäßig, aber voller Charakter. Ich esse sie in einem Burger, lege sie in ein Sandwich oder rolle sie in einen Wrap. Manchmal auch einfach so, direkt vom Blech, im Stehen.

Diese Kräuterseitlinge sind kein Ersatz für etwas anderes. Sie stehen für sich. Für das Vertrauen, dass aus wenig und mit Zeit etwas entstehen kann, das bleibt. Ein Essen, das leise satt macht und Raum lässt für den Moment danach. Zum Schluss hast du diesen herrlich duftenden Teller vor dir, und alles fühlt sich ein kleines bisschen runder an. So einfach kann es manchmal sein: ein paar Zutaten, ein wenig Zeit und ein stilles, gutes Gefühl.

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