Ein Morgen, der nach Erdbeeren schmeckt
Es gibt diese kleinen Momente, die nach Sommer schmecken. Eine Schale Erdbeeren auf dem Tisch, süß und vertraut, fast wie eine Erinnerung. Und während man die erste probiert, wird alles ein bisschen leichter. Als hätte der Tag genau hier seinen schönsten Anfang gefunden.
Es gibt Tage, die tragen den Sommer schon in sich, noch bevor die Sonne ganz aufgegangen ist. Ich stehe in der Küche, barfuß, ein bisschen verschlafen, und auf dem Tisch steht eine Schale Erdbeeren. Rot, süß, fast zu schön, um sie einfach nur nebenbei zu essen. Ich nehme eine, ganz langsam. Und plötzlich ist da dieser Geschmack warm, weich, ein kleines Versprechen von Leichtigkeit.
Die Küche wird still in solchen Momenten. Nicht leer, sondern erfüllt. Von einem Gefühl, das man nicht festhalten muss, weil es von selbst bleibt. Vielleicht sind es genau diese einfachen Dinge, die uns wieder bei uns ankommen lassen. Ein paar Erdbeeren, ein ruhiger Morgen, und das leise Wissen, dass nicht mehr nötig ist. Ich glaube, Zuhause fühlt sich oft genau so an. Unaufgeregt. Echt. Und ein bisschen süß.
