Was bedeutet eigentlich Zuhause?
Weißt du, Zuhause ist ja eigentlich kein Ort mit vier Wänden. Zuhause ist dieses Gefühl, wenn man die Schuhe auszieht, obwohl niemand danach gefragt hat. Wenn man sich hinsetzt und sofort merkt: Hier darf ich sein, wie ich bin.
Neulich habe ich darüber nachgedacht, wie schwer dieses Wort eigentlich zu erklären ist. Zuhause ist kein Grundriss und keine Adresse. Es ist auch nicht die perfekte Einrichtung oder das richtige Geschirr. Zuhause ist ein Zustand. Ein Moment, in dem man nichts leisten muss. Ein Ort, an dem Stille nicht unangenehm ist und Lachen nicht erklärt werden muss. Wenn ich an mein Esszimmer denke, dann genau daran. An das Gefühl, willkommen zu sein, ohne etwas vorweisen zu müssen. An einen Tisch, der nicht beeindruckt, sondern verbindet. An Essen, das nicht laut ist, sondern ehrlich. Ein Zuhause erlaubt Unvollkommenheit. Gespräche, die sich entwickeln dürfen. Gedanken, die bleiben. Menschen, die gesehen werden. Es ist achtsam, ohne sich so zu nennen. Warm, ohne aufdringlich zu sein. Vielleicht ist das die eigentliche Bedeutung von Zuhause: Ein Ort, an dem man ankommen darf und ein kleines Stück leichter wieder geht.
