Sehr beliebt auf Sylt: Die betörende Bananen-Currycrèmesuppe „Abessinien“

Der Suppenkoch bei Sylter Suppen in List hat es mir verraten: Beim finalen Abschmecken bekommt die Suppe ihren endgültigen Schwung, in der Zielgerade dreht sie richtig auf.

Diese geschlagene Samtsuppe ist was für besondere Tage, vielleicht. Die gibt es nicht so oft. Die Sylter Gäste flippen aus, einige sind etwas skeptisch, weil sie so betörend wie ein Dessert duftet.

Für 4-6 Personen, etwa 2,2 Liter, 1 große Zwiebel, 1 Möhre, 1 Stange Sellerie, 1 Zimtstange (ggf. stattdessen 1/2-1 TL Zimt), 4 Bananen, 1 Apfel, 1/2 Vanilleschote oder 1 TL Vanillezucker, 100g Cocoscréme oder Soyacuisine vegane Sahne. 2 EL Currypulver, ein Schluck Albaöl (buttrig, bei EDEKA, FAMILA etc.) oder 80g Butter, 60g Basmati Reis oder Risotto-Reis, 1 TL Sylter Meersalz, 3-4 Prisen Bunter Pfeffer, 8 TL Röstzwiebeln (Eigene oder aus dem Supermarkt) und 1,2 Liter Brühe nach Wahl, 12 EL Dattelsirup (Edeka, Famila, Biomarkt etc).

Die Zwiebel wird in dünnere Ringe geschnitten, die Möhren werden geschält und in Würfelchen geschnitten. Die Banane wird geschält und in Scheiben geschnitten. Der Apfel wird geschält, entkernt und in Würfel geschnitten. Dann zerlasse das Albaöl oder Butter in einem Topf, gib die Zwiebelringe hinzu, Möhrenwürfel und den Sellerie und dünste an. Dann Currypulver, Bananenscheiben, Apfelwürfel, Vanillemark, Reis und Zimtstange hinzugeben. 2 Minuten mindestens dünsten und dann die Brühe, den Reis und die „Sahne“ und Röstzwiebeln hinzufügen und 30 Minuten köcheln lassen. Salzen und Peffern nicht vergessen.

Später dann die Zimtstange entfernen. (Kannst auch Ceylon Zimt pulverisiert nehmen) Einige Minuten nachquellen lassen. Erst dann final abschmecken. Nun pürieren (Thermomix von 5-7 ansteigend für1-2  Minuten. Dann bei Stufe 4,5 schlagen oder „beatmen“, heisst, dass es „schlackert“ und die Suppe Luft aufnimmt, was sie aromatischer und samtiger macht).

Klassisch Topfkochende nehmen einen Schneebesen und schlagen die Suppe im Topf oder einer weiten Schüssel. Für einen Tick mehr Süße und Tiefe ggf. Dattelsirup hinzugeben. Vorsichtig mit Salz abschmecken, bis volles Aroma und fruchtig-süssliche „Schmackigkeit“ erreicht ist. Mit Röstzwiebeln obenauf in der Schale servieren. Geröstete Saat dazu und einige Sprenkel Soyacuisine oder Hafer-Sahne. Himmlisch! Guten Appetit…

Ach ja, woher kommt der Name „Abessinien“? Das ist der Name eines Strandabschnittes südlich List auf Sylt. Hier wurde in den 30ern das Küstenmotorschiff „Abessinien“ bei Sturm an Land gespült.

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