An der Nordsee entdeckt: Die Junge Erbsen-Cremesuppe

In List auf DER Insel gibt es einen Suppenwagen: SYLTER SUPPEN. Alles ist vegan und sehr lecker und kultig. Um die Erbsencremesuppe hat sich eine Fangemeinde gebildet, die zeigt sich immer Donnerstags.

ÜBERARBEITEN! IST DIE KARTOFFEL-MÖHREN COCOS CREMESUPPE. Die Suppe ist leicht süß, leicht scharf mit einem Tick frischem Ingwer. Wir brauchen für 2 Liter Suppe 500g geschälte Möhren bester Qualität aus Braderup oder aus Dänemark. Und 500g festkochende Kartoffeln, etwa Belana aus Kampen oder eine andere aus Morsum. Dazu 800ml Brühe und eine Dose Cocoscrème, Bunter Pfeffer und Alba-Öl.

Beide Gemüse kommen in fingerdicken Scheiben in den Topf. Eine Knoblauchzehe wird zerkleinert dazugegeben. Eine ordentliche Prise bunter Pfeffer geben wir aus der Mühle hinzu, eine Prise Zimt und eine Prise Vanillezucker und zwei gestrichene Teelöffel Sylter Meersalz mit Reserve fürs Abschmecken. Neutrales Öl und/oder Albaöl (mit willkommenem Butter-Charakter) dazu, etwa 2-3 EL.

Frischer Ingwer wird in 17 nur millimeterdicke Scheiben geschnitten. Keine Pulver oder gar Chinesische Exemplare verwenden. Der Ingwer wird nicht geschält, wenn es schärfer werden soll. Ein Liter Brühe wird erst nach dem mechanischen Zerkleinern der Zutaten hinzugegeben. Selbst hergestellte Brühe oder eine handelsübliche lose oder Würfelform ohne Geschmacksverstärker oder Hefen nehmen. Besser süßere Brühen mit Liebstöckel-Anteil verwenden als die derberen und salzigeren. Natura führt Brühwürfel bester Qualität. Auch die Maggi Gemüsebrühe lose oder in Würfelform passt hervorragend zu dieser Suppe.

Jegliche Bitternis über die Brühe oder Derbheit oder Tranigkeit ist unbedingt zu vermeiden. Ggf. kann Liebstöckel sparsam dazugegeben werden. Im Sommer kommen drei Tropfen Zitronenöl hinzu für Sommerlichkeit. Auch 3 TL Zitronensaft. Alle Zutaten (ausser Cocoscréme und Muskatnuss) werden  v o r  Zugabe von Öl fein zerkleinert. Bei 95 Grad läuft der Garprozess etwa 25-30 Minuten.

Nach dem Garen wird Dattelsirup hinzugegeben. 3-4 EL. Oder 15 Sekunden auf das Plastikfläschchen drücken. Der Sirup hebt die Möhre im Geschmack gegenüber der meist dominanten Kartoffel und wirkt geschmacksverstärkend. Bekannt ist dieser „Kniff“ aus der südeuropäischen und Nordafrikanischen Küche. Diese unverzichtbare Zutat bekommt man im Supermarkt oder dem Reformhaus oder im Bioladen.

Erst nach dem Cremigmachen bei hoher Pürierstufe über 4-6 Minuten kommt die Cocoscréme als Sahneersatz hinzu und wird nochmals mehrere Minuten mit püriert (Im Thermomix bei Stufe 7) und dann noch bei Stufe 3-4 geschlagen, damit sie hörbar Luft aufnimmt und heller und samten wird. Hört man sie „schlackern“ ist es gut. Die Oberfläche soll glatt, seidenglänzend und ohne Hubbel oder Körnung sein. Ingwerschalensfasern werden ggf. herausgefischt. Nun kommt eine Prise Muskat hinzu. Die Cocoscréme schmeckt am besten weder exotisch, noch blumig, sonder eher neutralsahnig mit leichter Süße.

Die Kunst beim Abschmecken ist es nun, ein gutes Verhältnis von Würzigkeit, süßer Schärfe und Salzaspekt hinzubekommen.

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