Liebe geht durch den Magen und manchmal direkt ins Herz
Manchmal braucht es gar nicht viel, nur ein gutes Essen, ein bisschen Zeit und jemanden, mit dem man das alles teilen kann.
Weißt du, ich glaube ja wirklich, das Liebe selten mit großen Worten beginnt. Sie fängt eher an leise an. Mit einem Topf, der sanft vor sich hin köchelt. Mit einem Holzlöffel, der schon bessere Tage gesehen hat. Und mit dem Moment, in dem jemand probiert, kurz innehält und lächelt. Liebe geht durch den Magen, sagen sie. Und ganz ehrlich? Ich hab das nicht nur im Kochbuch gelesen, ich hab es tausendmal erlebt. Da ist dieses „Ich hab dir was gekocht“, das mehr sagt als jeder Liebesbrief. Oder dieses „Iss noch ein bisschen“, das eigentlich heißt: Ich pass auch dich auf. und wenn jemand fragt, ob er das Rezept haben darf, tja, dann ist es meistens schon passiert. Kochen ist Nähe. Es ist Zuhören, auch ohne Worte. Es ist ein bisschen Chaos, ein bisschen Improvisation und ganz viel Gefühl. Kein Gericht wird jemals genauso schmecken wie beim letzten Mal, genau wie die Liebe selbst. Und das ist auch gut so. Ich liebe diese kleinen Momente in der Küche. Wenn man zusammen schnippelt und plötzlich über alles redet, vom Alltag bis zu den ganz großen Fragen. Wenn etwas anbrennt und man trotzdem lacht. Wenn am Ende alle satt sind, nicht nur im Bauch, sondern auch im Herzen. Und weißt du was? Es müssen keine komplizierten Menüs sein. Manchmal reichte eine einfache Suppe, ein gutes Brot oder eine Pfanne voller Wärme. Hauptsache, sie ist mit Liebe gemacht. Und ja, ein kleines Stück Butter schadet der Liebe übrigens nie. Also: Koche für die Menschen, die du liebst. Und für dich selbst gleich mit. Denn Liebe, die durch den Magen geht, bleibt oft sehr lange. Und jetzt komm, ich stell schon mal den Topf auf.
